02/2026 – Monatsupdate

Der Februar 2026 war geprägt von einer spürbaren Neubewertung geopolitischer Risiken und deren unmittelbaren Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte. Bereits im letzten Update hatten wir darauf hingewiesen, dass eine Eskalation im Nahen Osten wahrscheinlich ist, mit entsprechendem Aufwärtsdruck auf den Ölpreis. Im Laufe des Februars begann genau dieses Szenario konkreter zu werden. Die Risikoprämien am Energiemarkt stiegen deutlich, der Ölpreis zog an und rückte das Thema Inflation wieder stärker in den Fokus der Kapitalmärkte.

Die Federal Reserve betonte erneut ihre datenabhängige Haltung und dämpfte Hoffnungen auf rasche Zinssenkungen. Die Renditen länger laufender US-Staatsanleihen stiegen, Aktienmärkte reagierten zwischenzeitlich volatil. Besonders deutlich zeigte sich die Sektorrotation: Energie- und Rohstoffwerte entwickelten sich stärker als zinssensitive Wachstumssegmente.

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Vor diesem Hintergrund haben wir im Februar bewusst die gesetzten Schwerpunkte vom Jänner verstärkt. Die strukturelle Umschichtung in inflationsgeschützte Anleihen erfolgte bereits zuvor. Im Februar lag der Fokus daher auf einer gezielten Feinjustierung des Portfolios im Hinblick auf steigende Energiepreise und länger anhaltenden Inflationsdruck.

 

Fear and greed index - Update 0226

 

1. Energie- und Rohstoffexponierung

Geopolitische Spannungen sind für Märkte oft wie ein plötzlich aufziehendes Gewitter, zuerst nur Donnergrollen, dann ein spürbarer Windstoß.

Mit dem Anstieg des Ölpreises begann der Markt, eine reale Angebotsverknappung wieder stärker einzupreisen. Da wir bereits im Vorfeld von einer möglichen Eskalation im Nahen Osten ausgegangen waren, konnten wir diese Entwicklung strategisch begleiten. In den letzten Monaten haben wir Emerging Markets sowie dividendenstarke Titel und somit eine etwas defensivere Exponierung moderat erhöht und bestehende Positionen ausgebaut. Ziel war es, von steigenden Rohstoffpreisen zu profitieren und gleichzeitig das Portfolio gegenüber einem erneuten Inflationsschub robuster zu machen.

Steigende Energiepreise wirken direkt auf Transportkosten, Produktionsketten und Verbraucherpreise. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Inflation hartnäckiger bleibt als von vielen Marktteilnehmern noch zu Jahresbeginn angenommen.

Öl - Update 0226

 

2. Laufzeitenmanagement bei Anleihen

Gleichzeitig haben wir das Zinsrisiko im Portfolio aktiv gesteuert.

Mit dem erneuten Anstieg der Inflationserwartungen und fester tendierenden Renditen haben wir die Duration selektiv angepasst. Anstatt pauschal Risiko aufzubauen, lag unser Fokus auf einer ausgewogenen Struktur, die sowohl Schutz bei weiter steigenden Renditen als auch Flexibilität bei einer späteren Entspannung bietet.

Die Erwartung „higher for longer“, also länger erhöhte Leitzinsen, gewinnt wieder an Gewicht. In einem solchen Umfeld ist es entscheidend, Zinsänderungsrisiken bewusst zu dosieren und nicht einseitig zu positionieren.

Anleihen - Update 0226

 

 

Fazit & Ausblick für März 2026:

Der Februar 2026 hat bestätigt, wie schnell geopolitische Entwicklungen auf Inflationserwartungen und Kapitalmärkte durchschlagen können. Der von uns antizipierte Anstieg des Ölpreises im Zuge einer möglichen Eskalation im Nahen Osten begann sich konkret auszuwirken – mit entsprechendem Einfluss auf Inflation und Zinserwartungen.

Für den März erwarten wir ein weiterhin nervöses Marktumfeld mit klarem Fokus auf Energiepreise, Inflation und Notenbankkommunikation. Die jüngste Zuspitzung im Nahen Osten hat die Risikoprämien am Ölmarkt spürbar erhöht. Sollte es zu weiteren Störungen wichtiger Transportrouten kommen, könnte der Ölpreis kurzfristig weiter anziehen, mit direktem Einfluss auf Inflationserwartungen und Anleiherenditen.

Entscheidend wird sein, wie die Federal Reserve auf die jüngsten Inflationsdaten reagiert. Sollten die Preisindikatoren im März erneut höher ausfallen, dürfte sich das „higher for longer“-Narrativ verfestigen. Das würde insbesondere zinssensitive Aktiensegmente belasten, während Energie- und Rohstofftitel relative Stärke zeigen könnten.

 

 

 

 

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