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Marktrotation und zunehmende Differenzierung
Ein zentrales Merkmal des vierten Quartals war die beobachtbare Rotation innerhalb der Aktienmärkte. Während Technologie- und Wachstumswerte im Jahresverlauf deutlich profitiert hatten, zeigte sich zuletzt eine klare Trendwende: Defensive Sektoren wie Gesundheitswesen und Basiskonsumgüter entwickelten sich besser als zyklische Branchen und der Technologiesektor. Trotz sehr starker Quartalsergebnisse einzelner Technologiewerte konnten die hohen Erwartungen und ambitionierten Bewertungen keinen weiteren Aufwärtsimpuls mehr auslösen.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass viele positive Szenarien bereits eingepreist sind und Anleger verstärkt auf Substanz, Stabilität und Bewertungsdisziplin achten. Wachstumswerte blieben im Schlussquartal hinter substanzorientierten Segmenten zurück, was die zunehmende Vorsicht im Markt widerspiegelt.

Regionale Entwicklungen:
USA:
Die US-Wirtschaft zeigte sich weiterhin robust, jedoch mit ersten Anzeichen einer Abkühlung. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich uneinheitlich, und schwächere Konsumdaten warfen Fragen hinsichtlich der weiteren Wachstumsdynamik auf. Aktienmärkte bewegten sich seitwärts, während US-Staatsanleihen von rückläufigen Renditen profitierten und wieder stärker zur Stabilisierung von Portfolios beitrugen.
Europa:
Europäische Aktien entwickelten sich im vierten Quartal moderat positiv. Eine geringere Technologiekonzentration sowie solide Gewinnerwartungen für 2026 wirkten unterstützend. Gleichzeitig blieben strukturelle Herausforderungen wie hohe Energiepreise und verhaltenes Wachstum bestehen. Die wirtschaftliche Erholung verläuft weiterhin uneinheitlich.
Asien und Schwellenländer:
Nach einem sehr starken Jahresverlauf kam es in Teilen Asiens zu Gewinnmitnahmen. Exportorientierte Märkte profitierten teilweise von Währungseffekten, während andere Regionen unter der schwächeren globalen Nachfrage litten. Insgesamt blieb die Entwicklung heterogen.

Anleihen und Rohstoffe
Die globalen Anleihemärkte tendierten im vierten Quartal seitwärts. Schwächere US-Arbeitsmarktdaten stützten Staatsanleihen, während das hohe Emissionsvolumen und fiskalische Unsicherheiten bremsend wirkten. Erstklassige Anleihen bestätigten ihre Rolle als stabilisierender Portfoliobaustein. Rohstoffe zeigten ein gemischtes Bild: Während Energiepreise unter Druck standen, konnten Edelmetalle ihre Funktion als Absicherung behaupten.
Ausblick 2026:
Für das Jahr 2026 erwarten wir ein anhaltendes, jedoch moderateres globales Wirtschaftswachstum. Hohe Bewertungen, strukturelle Wachstumshemmnisse und eine zunehmend selektive Marktteilnahme sprechen dafür, dass die Renditen über alle Anlageklassen hinweg niedriger ausfallen dürften als in den vergangenen Jahren.
Aktien bleiben langfristig ein zentraler Bestandteil der Vermögensanlage, jedoch gewinnt die regionale Diversifikation weiter an Bedeutung, um Konzentrationsrisiken – insbesondere im Technologiesektor – zu reduzieren. Rentenmärkte dürften weiterhin eine wichtige Rolle im Risikomanagement spielen. Alternative Anlagen und Realwerte können ergänzend zur Stabilisierung und Diversifikation beitragen.
Unsere aktuelle Anlagestrategie
Auf der Aktienseite setzen wir weiterhin auf eine breite Diversifikation über Regionen und Sektoren hinweg. Angesichts der teils sehr ambitionierten Bewertungen im Wachstums- und Technologiesegment legen wir bewusst auch einen stärkeren Fokus auf defensivere sowie dividendenstarke Bereiche. Insbesondere die hohe Konzentration weniger Einzelwerte in den großen Aktienindizes betrachten wir mit zunehmender Skepsis. Entsprechend ist das Portfolio derzeit granularer strukturiert, um Risiken gezielter zu streuen und gleichzeitig flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Der Anleihebereich bleibt weiterhin anspruchsvoll. Im Euroraum setzen wir gezielt auf erstklassige Anleihen als stabilisierenden Baustein innerhalb der Portfolios. Ergänzend nutzen wir US-Treasuries mit mittleren Laufzeiten, um vom vergleichsweise attraktiveren Zinsniveau in den USA zu profitieren. Als sinnvolle Beimischung sehen wir zudem ausgewählte Anleihen aus den Schwellenländern. Insbesondere Engagements in Lokalwährung konnten zuletzt von der Abschwächung des US-Dollars profitieren.
Alternatives & Absicherungsstrategien:
Wie bereits zu Jahresbeginn haben wir auch im dritten und vierten Quartal Absicherungspositionen aufgebaut und halten diese weiterhin in der Strategie. Diese sollen weniger eine mögliche Marktkorrektur vollständig kompensieren, sondern vielmehr dazu dienen, unvorhersehbare Marktschwankungen abzufedern. Darüber hinaus halten wir an unserer Rohstoffallokation fest. Metalle, insbesondere Gold, konnten im vergangenen Jahr deutlich zulegen. Als strategische Beimischung bleiben sie weiterhin attraktiv, auch wenn wir für die kommende Periode ein moderateres Ertragspotenzial als im abgelaufenen Jahr erwarten.
Die Entwicklungen im vierten Quartal verdeutlichen, dass selbst solide Fundamentaldaten allein nicht ausreichen, um weitere Kursanstiege zu rechtfertigen. In einem Umfeld hoher Erwartungen und zunehmender Unsicherheiten bleibt eine klar strukturierte, flexible und disziplinierte Anlagestrategie von zentraler Bedeutung.
Disclaimer:
Hierbei handelt es sich um ein Marktkommentar aufgrund der persönlichen Einschätzung des Fonds-Advisory Teams der MFC Service GmbH und stellt keine Finanz- oder volkswirtschaftliche Analyse unter Anwendung der dafür geltenden gesetzlichen Vorgaben dar.
Die veröffentlichten Prospekte sowie die Basisinformationsblätter (BIB) der Fonds Der Vermögensverwalter und Der Vermögensverwalter Dynamisch stehen in deutscher Sprache auf der Website der Verwaltungsgesellschaft unter www.llb.at sowie am Sitz der Gesellschaft kostenlos zur Verfügung.
Investitionen in Investmentfonds unterliegen Risiken. Der Wert der Anteile kann steigen oder fallen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den gesamten investierten Betrag zurück. Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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